|
Ergebnisse des
Partnerschaftsvertrages Detailberichte siehe unter 'Button' Partner Bericht des Klassenlehrers Ergebnisanalyse Ausbildungsseminar Duderstadt |
|
Vom 14. - 18. Juni 2004 nahmen die drei 8. Klassen der Alexanderschule an einem
Berufsorientierungsseminar im Jugendgästehaus Duderstadt teil. Ziel dieses Projektes ist es,
die Ausbildungsfähigkeit unserer SchülerInnen zu verbessern und damit ihre Chancen auf dem
Ausbildungsmarkt zu erhöhen. Nach einer Vorstellung des Gesamtkonzeptes durch unseren Gruppenleiter Michael Simmert (gleichzeitig Chef der Einrichtung) sowie einer Kennenlernphase in den einzelnen Gruppen stand zunächst der Lebenslauf sowie das Bewerbungsschreiben auf dem Programm. Wir hatten diese beiden schriftlichen Unterlagen bereits in der Schule angefertigt und samt Zeugniskopie mitgebracht, so dass wir mehr Zeit für das Wesentliche hatten: das Vorstellungsgespräch. Michael Simmert begann mit elementaren Dingen wie "Anklopfen, Reinkommen, Begrüßen, Platznehmen". Alle 19 Schüler mussten sie nach und nach durchführen. Schon hierbei war Simmert überrascht, wie souverän - zumindest zum größten Teil - die Klasse die Aufgaben erledigte. Als er dann auf das eigentliche Vorstellungsgespräch kam, wurde er wiederum positiv überrascht, denn den meisten (d.h. wirklich allen!!), waren bestimmte Verhaltensregeln bekannt. Und dann kam seine Frage:"Habt ihr bei Herrn Papke das Ganze schon so gut durchgenommen ?" Die Antwort lautete:"Bei Herrn Papke auch, aber entscheidend war das Bewerbungstraining, das Herr und Frau Pieper bei uns in der Klasse durchgeführt haben!" Und dann wurde erzählt, wie toll Sabine Pieper als "Frau Rosemann" sich bei Herrn Pieper um einen Ausbildungsplatz beworben hat, dabei aber wirklich alles falsch gemacht hat, was man nur falsch machen kann. Denn für Piepers galt das Motto:"So müsst ihr es machen, wenn ihr den Ausbildungsplatz nicht haben wollt !" Auf Grund dieser Erfahrungen, die die SchülerInnen während des Bewerbungstrainings mit Piepers im Januar gemacht hatten, konnte Herr Simmert wesentlich schneller und gezielter vorgehen als im Lehrplan vorgesehen. Die folgenden Vorstellungsgespräche, die als Probe für die abschließenden Bewerbungsgespräche galten, ergaben dann auch schon bei fast allen Mädchen und Jungen zufriedenstellende bis sehr gute Ergebnisse. Am vorletzten Tag dann kam eine externe Prüferin, die mit jedem einzelnen Schüler der Klasse ein Bewerbungsgespräch durchführte und direkt mit dem Schüler durchsprach. Das Ganze wurde auf Video aufgezeichnet und wir werden es nach und nach im Unterricht analysieren. Bis auf 2 waren die anderen 17 Vorstellungsgespräche mindestens befriedigend, 5 sogar sehr gut. Herr Simmert und seine Prüferin zeigten sich sehr zufrieden mit den erzielten Ergebnissen und bestätigten meine Einschätzung, dass das Bewerbungstraining mit Piepers im Januar d.J. ausgezeichnete Ergebnisse gezeitigt hatte. Aus meiner Sicht als Klassenlehrer kann ich nur sagen: ich bin froh, dass ich die Firma Pieper als Partner für meine Klasse habe, denn mittlerweile hat sich dieser gute Kontakt schon sehr positiv für meine Klasse ausgewirkt. Wallenhorst, Juli 2004 - gez. Hans Peter Papke |
|
Erste Ergebnisse des Partnerschaftsvertrages Was hat's gebracht? Nach den Erfahrungen der 8a und der Firma Pieper profitieren bei gemeinsamem Engagement alle Beteiligten von dem Partnerschaftsvertrag. Am unmittelbarsten wird dieses natürlich bei den Jugendlichen deutlich, die zum einen eine Menge über den konkrete Arbeit in ihrem Partnerbetrieb erfahren. Daraus könnte der eine oder die andere wichtige Anregungen für die anstehende Berufswahl gewinnen- Zum anderen machen sich die Schülerinnen und Schüler aber auch ganz allgemein schlau über Berufswahl und über die erfolgreiche Suche nach einem Ausbildungsplatz. Das Fazit des Klassenlehrers fällt denn auch positiv aus: 'Eine tolle Sache, die sich für alle Beteiligten lohnt und die ich nur weiterempfehlen kann.' Schon jetzt hätte seine Klasse konkreten Nutzen aus den zurückliegenden Aktionen gezogen, und auch von den geplanten Projekten verspreche er sich viel. Die Schuler gingen an die mit dem Vertrag verbundenen Aufgaben sehr ernsthaft heran. Auf die Vorteile eines solchen Partnerschaftsvertrages für die beteiligten Firmen weisen Sabine und Wiho Pieper hin: 'Wir versuchen, damit eine Möglichkeit zu schaffen, frühzeitig den späteren Auszubildenden eine bessere Vorbereitung auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu vermitteln. So können wir schon vor einer möglichen Ausbildung die Erwartungen und Schwerpunkte aus Sicht der Ausbildungsbetriebe darstellen.' Kein Wunder, dass das Projekt schon erste Nachahmer gefunden hat. Die Klasse 9b der Alexanderschule mit Klassenlehrer Hermann Klinge wird demnächst einen Partnerschaftsvertrag mit der Dachdeckerfirma Stefan Winter abschließen. Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann befürwortet den Partnerschaftsvertrag Inzwischen hat das Projekt auch Anerkennung 'von oben' eingeheimst. Am 26. August erreichte die Schule ein Brief aus dem Niedersächsischen Kultusministerium mit der Mitteilung, dass dieses auf seinen Internetseiten unter www.n-21.de/mitmachen als positives Beispiel ausdrücklich auf den Wallenhorster Vertrag hinweist. Unter anderem heißt es dort: 'Ihr Modell des Partnerschaftsvertrags trägt zu einer gezielten Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf das Berufsleben bei und erhöht damit die Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, Damit unterstützen Sie ein wichtiges Ziel der Landesregierung: die Stärkung der Hauptschule durch praxisorientierten und auf die Erfordernisse des Arbeitsmarkts ausgerichteten Unterricht.' Weitere Firmen gesucht Der Partnerschaftsvertrag ist vom Kultusministerium zur Nachahmung empfohlen, interessierte Klassen gibt es sowohl an der Alexander- als auch an der Realschule Wallenhorst - die besten Voraussetzungen also für örtliche Firmen, dem Beispiel der Firma Pieper zu folgen und ebenfalls eine Partnerschaft mit einer Schulklasse einzugehen. Die Vorteile für die Schüler liegen auf der Hand, aber auch die Firma profitiert. Schließlich wird ihr die Suche nach qualifizierten Auszubildenden erheblich erleichtert, und sie kann schon im Vorfeld ihre Ansprüche darstellen, sodass sich potenzielle Bewerber rechtzeitig darauf einstellen können. Weitere Infos geben die Firma Pieper, Tel. (05407) 822222, und Hans Peter Papke an der Alexanderschule, Tel. (05407) 860528 Den Partnerschaftsvertrag können Sie hier als .rtf-Datei (19 kb) downloaden und an Ihre Schule bzw. mögliche Partnerunternehmen anpassen |